• Naturschutzbund Burgenland
  • Naturschutzbund Burgenland
  • Naturschutzbund Burgenland
  • Naturschutzbund Burgenland
  • Naturschutzbund Burgenland
  • Naturschutzbund Burgenland

Newsletter anfordern







facebook_100x28

ELER-Projekt „Öffentlichkeitsarbeit, Beratung und Monitoring für Fischotter im Burgenland“

There are no translations available.

Fischotter_shutterstock_360079862-highWie die jüngste stichprobeartige Kartierung des Landes zeigt, ist der Otter nach wie vor flächendeckend verbreitet, aber zahlenmäßig nimmt der Bestand schon ab. Dies wird auf die rückläufigen Fischbestände zurückgeführt. Räuber und Beute beeinflussen sich eben wechselseitig: Mit der natürlichen Wiederbesiedlung des Otters wurden die Fische mit einem weiteren begrenzenden Faktor konfrontiert. Die Fischbestände der Fließgewässer haben dadurch weiter abgenommen und die Otter wurden gezwungen, auch abseits der Fließgewässer auf Nahrungssuche zu gehen.

Als neue Jagdbiotope bieten sich sowohl Fischzuchtteiche als auch die zahlreichen Schotterteiche an, die seitens des Angelsports mit Fischen besetzt werden. Im Gegensatz zum Wildfischbestand der Fließgewässer kommt es hier durch den Fischbesatz für den Otter zu einer regelmäßig wiederkehrenden wundersamen Fischvermehrung, die er natürlich nutzt. Der Fischotterbestand, das von ihm genutzte Habitat und seine Auswirkung auf die Fische werden in der Kulturlandschaft daher ganz wesentlich vom Menschen beeinflusst und entsprechende Konflikte mit Fischzüchtern und Anglern sind vorprogrammiert.

Deshalb ist es recht und billig, das künstliche Nahrungsangebot durch die Errichtung von otterdichten Abwehrzäunen um Teiche einzuschränken. Dies führt zu einer nachhaltigen Begrenzung des Otterbestandes. Für neu errichtete Teiche und solche, die bislang noch nicht eingezäunt wurden, hat das Land Burgenland nun den Topf für die Zaunförderung neu gefüllt. Wer also Bedarf hat, möge sich mit dem Ombudsmann in Verbindung setzen. Die Förderung für amphibienfreundliche Umzäunungen von Teichen und für naturbelassene Ufer belaufe sich jährlich auf bis zu 1.000 Euro pro Teich. Besitzt jemand mehrere Teiche könne er bis zu 2.000 Euro im Jahr beantragen, so Kranz.

Nicht zuletzt, weil Otter über Land wechseln, um an diverse Teiche zu gelangen, werden diese auch vermehrt Opfer des Straßenverkehrs. Diese verunglückten Tiere bieten die einmalige Gelegenheit, mehr über den Populationstrend, -aufbau und den Reproduktionsstatus zu erfahren. Es mögen daher bitte alle tot aufgefundenen Otter umgehend dem Ombudsmann gemeldet und für Untersuchungen vorübergehend zur Verfügung gestellt werden.

Im Rahmen des Österreichischen Programms für die Ländlichen Entwicklung geförderten ELER-Projektes „Öffentlichkeitsarbeit, Beratung und Monitoring für Fischotter im Burgenland“ besteht weiters auch das Angebot, im Zuge von Vorträgen über den Otter und seine Auswirkungen umfassend kostenlos informiert zu werden. Dieses Service richtet sich insbesondere an alle vom Fischotter Betroffenen, es steht aber auch einer breiteren Öffentlichkeit wie Schulen etc. offen.

Andreas Kranz ist für weitere drei Jahre als Fischotter-Ombudsmann für ganz Burgenland zuständig.

Der Fischotter-Ombudsmann steht für Anfragen und die Abwicklung von Förderanträgen kostenlos zur Verfügung. Alle Kontakte sind im neuen Info-Folder aufgelistet. Download: Fischotter_Folder.pdf

Kontakt zum Fischotter-Ombudsmann:

Dr. Andreas Kranz

Tel.: 0664 2522017

E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it