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Österreich ist Vorreiter und Vorbild für alle EU-Länder im Bienenschutz

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Die österreichische Landwirtschaft hat imGegensatz zu anderen EU-Mitgliedsländern rasch und ergebniseffizientauf neue Erkenntnisse über Nebenwirkungen von Neonicotinoidenreagiert. Die Wirksamkeit ist bewiesen" führte ÖVP-Umweltsprecher Abg. Ing. Hermann Schultes aus.

Seit 2009 werden umfassende Maßnahmen zum Schutz der Bienen zusätzlich zur sachgerechten Anwendung und Verbesserungen flächendeckend umgesetzt:

1. Aufhebung des Beizgebotes in Folge der EU-Quarantäneverordnung zur Bekämpfung des Vordringens des Maiswurzelbohrers nach Westeuropa.

2. In Österreich ist im ersten Jahr Mais nach anderer Vorfrucht nur die Verwendung von ungebeiztem Saatgut erlaubt.

3. In der Maisfruchtfolge ist im vierten Jahr der Anbau von Mais nicht mehr gestattet.

4. 2010 wurde zur Vermeidung einer möglichen Abdrift von Beizmittel von Mais- und Ölkürbissaatgut beim Säevorgang die verpflichtende Verwendung von mit Deflektoren umgerüsteten pneumatischen Sämaschinen mit Saugluftsystem vorgeschrieben.

5. Zusätzlich ist die Aussaat von gebeiztem Saatgut nur unter einer Windgeschwindigkeit von 5 m/s erlaubt.

6. Deutliche Verbesserung der Hafteigenschaften der Beizmittel am Korn. Lag der Durchschnitt der Heubachwerte der Kontrollproben im Jahr 2010 noch bei 0,35g Abrieb/100.000 Korn, so konnte dieser Wert im Jahr 2011 auf 0,17g halbiert werden!

7. Die Anwendung von gebeiztem Saatgut hat sich auf einen Anteil von zehn Prozent in Niederösterreich verringert.

8. Verbesserung der Anwendungsvorschriften:
o Keine Anwendung von bienengefährlichen Pflanzenschutzmitteln während der Blüte (NÖ, OÖ, Sbg, Stmk, T, Vlbg)
o Keine Anwendung von minderbienengefährlichen Pflanzenschutzmitteln während der Blüte (NÖ, OÖ, Sbg, Stmk, T)
o Keine Anwendung von bienengefährlichen Pflanzenschutzmitteln auf Pflanzen, die außerhalb der Blüte beflogen werden (OÖ)
o Beschränkung bzw. keine Anwendung von bienengefährlichen Pflanzenschutzmitteln in der Nähe von Bienenstöcken (NÖ, OÖ, Sbg,Stmk, T, Vlbg)

"Es wäre wünschenswert, wenn alle EU-Länder, die mit dem Maiswurzelbohrer zu kämpfen haben, dem österreichischen Beispiel folgen würden. Unsere Strategien schließen im Gegensatz zu anderen Ländern den Verzicht auf gentechnisch veränderten, Insekten resistenten Mais mit ein. Die Ergebnisse der Honigernte der letzten Jahre zeigt, dass der Weg der Richtige ist" sagte Schultes abschließend.

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs, Tel.: 01/40110/4436, http://www.oevpklub.at Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/169/aom