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Kellerviertel Heiligenbrunn

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Bezirk Güssing, KG Heiligenbrunn, LGBl. Nr. 28/1968
Das weitläufige Kellerviertel von Heiligenbrunn ist ein nahezu vollständig erhaltenes Ensemble von Wirtschaftsgebäuden, die seit dem 18. Jahrhundert in Verwendung stehen. Als Kulturdenkmal ersten Ranges stellt es ein spezifisch südburgenländisches Unikum dar.

Wein- und Obstkulturen, die bäuerliche Wirtschaft, alte Baumbestände und die urtümlichen Holzbauten bilden eine gewachsene Einheit. Ähnliche Kellerviertel begleiten den Pinkaboden von Eisenberg nach Moschendorf.
weinkeller_heiligenbrunn_laschoberDie etwa 120 Weinkeller erstrecken sich oberhalb des Dorfes an den Abhängen des Stifterberges, Zeinerberges und Haargrabens in einer Ausdehnung von ca. 1,5 km und umfassen mit den vier unter Landschaftsschutz stehenden Rieden eine Fläche von 61 ha. Das Kellerviertel setzt sich aus einer Reihe verschiedenartiger Einzelkomponenten zusammen. Zwischen den Wirtschaftsgebäuden stehen zahlreiche Einzelbäume, vor allem Edelkastanien, Stiel- und Traubeneichen, vereinzelt auch Winterlinden. Hinzu kommen noch verschiedene Obstbäume, meist Äpfel, seltener Birne und Nuß. Das Weingartengelände oberhalb des Ortes und auch einzelne Waldparzellen des bodenständigen Laubwaldes durchdringen die Anordnung der Kellerbauten. Die wechselseitige Verzahnung dieser einzelnen Landschaftselemente schafft eine harmonisch-geschlossene Landschaftseinheit und bewirkt die kellerviertel_heiligenbrunnEinmaligkeit dieses Landschaftsteils in seiner Durchdringung von Natur und Kultur. Dieses Ensemble aus verschiedensten Komponenten entspricht dem klassischen Begriffsinhalt eines Landschaftsschutzgebietes, das die wirtschaftliche Nutzung der Landschaft durch den Menschen einschließt.