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Parndorfer Heide

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Die Pardnorfer Heide liegt rund 1 km ENE des Ortszentrums von Parndorf am Nordwestrand der Parndorfer Platte rund 3 km östlich der letzten Ausläufer des Leithagebirges und rund 7 km nördlich des Ufers des Neusiedlersees. Sie ist der Rest einer einst großflächigeren Hutweide. Das Gebiet wurde 1992 aufgrund der dort lebenden Zieselpopulation in einem Flächenausmaß von 7,45 ha als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die Westhälfte des Gebietes umfasst Sub-pannonische Steppentrockenrasen, die den Lebensraum für das Europäische Ziesel darstellen.

Der Ostteil wird von höherwüchsigen Trockenrasen eingenommen; ebenfalls im Ostteil erheben sich bewachsene Schutthügel aus Aushubmaterial einer zerstörten Bunkeranlage über die ebene Fläche. Im Norden wird das Gebiet von Robinienforsten begrenzt. Die nähere Umgebung der Parndorfer Heide ist von ruderalen Brachen, Robinienaufforstungen und einem Gewerbegebiet geprägt.

Schutzinhalte:
Die Bedeutung des Gebietes und der Grund für die Nominierung liegen im Vorkommen einer Zieselkolonie (Spermophilus citellus). parndorfer_platte_zurndorf_bergMit etwa 200 Tieren ist sie eine der größeren Kolonien des Burgenlandes. Die Hutweide in Parndorf ist eines jener Refugien, das bedingt durch das feinsandige Bodensubstrat und die niederwüchsige Vegetation eines Walliserschwingel-Trockenrasens ideale Lebensbedingungen für das Ziesel bietet. Seit der Unterschutzstellung des Gebietes 1992 erfolgen Pflegemaßnahmen in Form von Beweidung und Mahd, wodurch optimale Lebensbedingungen für die Zieselkolonie gewährleistet werden.
Das Gebiet wird größtenteils von Walliserschwingel-Trockenrasen (Poo angustifoliae-Festucetum valesiacae, Avenulo pratensis-Festucetum valesiacae) eingenommen, die dem FFH-Lebensraumtyp 6240 *Subpannonische Steppen-Trockenrasen entsprechen. Trotz der geringen Flächengröße und der eher niedrigen Diversität an Pflanzenarten befinden sich die Trockenrasenbestände in einem günstigen Erhaltungszustand