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ELER "Burgenlandweites Trockenrasenmanagement"

tr-schauerkreutz_150kbEin Projekt im Rahmen der Ländlichen Entwicklung - Sonstige Maßnahmen (2008-2012).

Trocken- und Halbtrockenrasen zählen burgenlandweit zu den artenreichsten Lebensräumen. Teils gehen sie auf alte landwirtschaftliche Nutzungsformen (Beweidung) zurück, teils sind es Reliktstandorte. Allerdings führte die landwirtschaftliche Intensivierung vor etwa 55 Jahren zu einer Aufgabe der alten Traditionen und damit zu einer Einstellung der Beweidung.

Die ehemals offen gehaltenen Lebensräume begannen durch einwandernde Sträucher und Bäume zu verbuschen bzw. verwalden.

Die bis heute wenigen verbliebenen Trocken-und Halbtrockenrasen bilden somit die letzten Lebensräume für viele hochgradig gefährdete Tier- und Pflanzenarten (Rote Liste und / oder FFH Anhang II Arten). Ohne Pflegemaßnahmen würde ein Großteil dieser Restflächen (inklusive deren Lebensgemeinschaften) in den nächsten 10-15 Jahren verschwinden.

Im Rahmen der Trockenrasenprojekte 2004 bis 2008 wurden burgenlandweit alle Trockenrasen und Magerwiesen erhoben und ins GIS und in eine Datenbank eingegeben. Einige wichtige Standorte wurden bereits geschwendet, gemäht oder durch Beweidung gepflegt. Jedoch konnten ca. 2/3 der botanisch und zoologisch bedeutenden Flächen im Burgenland aufgrund der Grundstücksgröße, der fehlenden Mittel und Zeit nicht gepflegt werden. Diese wichtigen Flächen zeigen aufgrund fehlender Nutzung und mangelnder Pflege einen dahinschreitenden Verlust an der charakteristischen pannonischen Artenvielfalt. Um die Situation zu verbessern, bedarf es eines Maßnahmenbündels, das neben Pflegemaßnahmen (Schwendung, Mahd, Beweidung) und der Neophytenbekämpfung auch die Bewusstseinsbildung und Informationsarbeit (Tafeln, Pulte, Folder, Tagungen, Seminare) in Gemeinden und Schulen umfasst, um die positive Werthaltung gegenüber den Trockenstandorten in der Bevölkerung zu fördern. Ein zentraler Aspekt mit dem eine breite Öffentlichkeit mit Erfolg zum Thema Trockenrasen hingeführt werden kann, ist die Initiation von regionalen Initiativen wie z. B. Wiesenwettbewerb oder Festivitäten.

Hier gelangen Sie zur Broschüre!


Nähere Informationen: Mag. Manfred Fiala, 0676-606 25 64 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Folgende Gebiete wurden seit Projektbeginn gepflegt bzw. geschwendet:
- Neusiedl
- Kalvarienberg
- Loretto
- Trockental bei Esterhazy-Waldrandsiedlung
- Eisenstadt - Schauerkreuz
- Ritzing - Zauberberg
- Rechnitz - Gmerk Gatscher
- Bernstein - Wenzlanger
- Tobaj - Tobajer Kogel