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EULAKES

thumb_Abb_115_EULakes_WeissUmwelteinflüsse auf Europäische Seen – Verbesserte Strategien im Seenmanagement zur Verminderung der Auswirkungen des Klimawandels

Das EU-Projekt EULAKES hat zum Ziel, nachhaltiges Management von Seen zu unterstützen bzw. zu verbessern, um auf die Auswirkungen des Klimawandels und anderer Umwelt-Stressfaktoren reagieren zu können.

Es soll eine gemeinsame Diskussions- und Koordinations-Plattform für das Seenmanagement entstehen. Dies erfolgt in 6 Arbeitspaketen, unter anderen durch Ausweitung von Monitoringsystemen, kombinierte Schwachstellen- und Gefahrenanalysen, Simulierung von Klimaveränderungen und Erarbeitung von gemeinsamen Strategien.

Das dreijährige Projekt startete im April 2010 und läuft bis März 2013. Finanziert wird das Projekt aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen des transnationalen Förderprogramms CENTRAL EUROPE. Insgesamt sind vier Seen in den Ländern Italien (Gardasee), Polen (Charzykowskiesee), Österreich (Neusiedler See) und Ungran (Plattensee) an diesem Projekt beteiligt.

Durch die Zusammenarbeit von insgesamt 9 Projektpartnern aus vier EU-Ländern sollen Kooperationen auf internationaler Ebene entstehen und Erfahrungen ausgetauscht werden. Die Partner sind in Italien die “Lake Garda Community (Lead Partner)”, “Environment Protection Agency Trento”, “E. Mach Foundation” und das “National Council of Research”; in Polen das “Institute of Meteorology and Water Management”; in Österreich das “Austrian Institute of Technology (AIT)” und der Naturschutzbund Burgenland sowie in Ungarn die “Pannonia University” und die “Lake Balaton Development Coordination Agency”.

Das Projekt ist in sechs Arbeitspakete gegliedert, wobei jeweils ein Partner die Leitung eines Paketes übernimmt. Der Naturschutzbund Burgenland übernimmt Aufgaben in allen Projektteilen. Das erste und zweite Arbeitspaket umfasst die Themenbereiche Projektmanagement, Koordination, Finanzierung und Projektmonitoring, bzw. die Öffentlichkeitsarbeit, Medienkommunikation, Verwaltung der Website und Verknüpfung der Ergebnisse und wird von der “Lake Garda Community“ koordiniert. Die „Environment Protection Agency Trento” leitet das dritte Arbeitspaket mit dem Inhalt der Entwicklung neuer Methoden zur Bewertung des Zustandes von Seen in veränderten Umweltbedingungen; Datensammlung und –auswertung zur historischen Seenentwicklung; Beschreibung von existierenden Monitoringsystemen, sowie Entwicklung eines neuen EULAKES-Models. Das “Austrian Institute of Technology (AIT)” ist Ansprechpartner für das vierte Paket, welches sich mit Risiken für die Seen, Schwachstellen- und Gefahrenanalysen, Anpassungsstrategien und Simulation von Klimaveränderungen beschäftigt. Das fünfte Arbeitspaket besteht aus vier Unterpunkten, die von der “Pannonia University” begleitet werden. Gegenstände der Untersuchungen sind die Rolle der Landwirtschaft in einem Klimawandelszenario (Neusiedler See); Status und Dynamik von einwandernden Arten (Balaton); die Auswirkungen von Cyanobakterien auf die Wasserqualität (Gardasee), sowie die Effekte Schwermetallen und Pestizide (Charzykowskiesee). Der Naturschutzbund Burgenland betreut das sechste Arbeitspaket mit dem Ziel Richtlinien für ein Seenmanagement zu erstellen, wobei ein großes Augenmerk auf die Einbindung verschiedener Interessensgruppen gelegt wird.

Das interne Projektziel des Naturschutzbundes Burgenland beinhaltet die Erstellung eines Managementplans zur Wiederherstellung eines geschlossenen Wiesengürtels im Vorland des Neusiedler Sees. Dabei soll die Gebietsfunktion als wichtige Pufferzone gegenüber anthropogener Einflüsse auf den See verbessert werden. Weiters werden Verhandlungen mit den Landnutzern und lokalen Interessensgruppen unter Einbindung von Institutionen des Amts der Burgenländischen Landesregierung (Wasserbau, Raumplanung, Naturschutz), der Umweltanwaltschaft sowie der Landwirtschaftkammer geführt.

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