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Bekämpfung invasiver Gehölzneophyten in den Europaschutzgebieten „Neusiedler See – Nordöstliches Leithagebirge“ und „Zurndorfer Eichenwald“

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Das Burgenland weist mit über 30 % den höchsten Anteil an Schutzgebietsflächen unter allen Bundesländern auf. Nach Ausweisung von Schutzgebieten unterschiedlichster Kategorien sind das Monitoring und die Managementpläne in international bedeutenden Lebensraumtypen für die detaillierte Planung von Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen unentbehrlich. In den Managementplänen der beiden untersuchten Europaschutzgebiete „Neusiedler See – Nordöstliches Leithagebirge“ und „Zurndorfer Eichenwald“ wird die Neophyten-Bekämpfung als Managementziel genannt.

Neophyten sind Pflanzenarten, die sich meist mit menschlicher Einflussnahme in einem Gebiet etabliert haben, in dem Sie zuvor nicht heimisch waren. Diese sind nicht immer schädlich, aber die invasiven Arten wie Götterbaum, Robinie, Eschen-Ahorn oder Ölweide bereiten Probleme, weil sie eine Verschlechterung des Erhaltungszustandes von Schutzgebietsflächen wie Salzlacken, Trockenrasen oder Eichen-Hainbuchen-Wäldern bewirken. Mit dem neuen zweijährigen EU-Projekt sollen nun verstärkt Maßnahmen zur Bekämpfung und Zurückdrängung invasiver Gehölze entwickelt werden.

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Im Rahmen des Projektes werden in den Europaschutzgebieten ,Neusiedler See – Nordöstliches Leithagebirge‘ und ,Zurndorfer Eichenwald‘ Flächen mit Vorkommen von Götterbaum, Robinie, Eschen-Ahorn und Ölweide flächendeckendend erhoben, kartografisch im GIS-System abgegrenzt, digitalisiert und mit allen im Zuge der Kartierung gesammelten Informationen in eine Datenbank eingepflegt. Darauf aufbauend wird eine Strategie zur Bekämpfung und Zurückdrängung der genannten Gehölze entwickelt. Als Endergebnis soll ein räumlich und zeitlich differenzierter Maßnahmenkatalog bzw. Managementplan samt Übersichts- und Detailkarten vorliegen. Die betroffenen Interessensgruppen des Gebietes werden über das Projekt am Beginn und nach Vorliegen der Ergebnisse informiert. Dazu zählen insbesondere forstwirtschaftliche Betriebe, Urbarialgemeinden, Bundesheer bzw. TÜPL-Verwaltung Bruckneudorf, BERTA-Schutzgebietsbetreuung, Nationalparkverwaltung Neusiedler See, Verband land- und forstwirtschaftlicher Gutsbetriebe Burgenland, Landwirtschaftskammer Burgenland, Forstbehörden auf Landes- und Bezirksebene und Waldverband Burgenland.

Mit der Umsetzung des Projektes wurde der Naturschutzbund Burgenland vom Land Burgenland beauftragt. Projektpartner sind die Esterhazy Betriebe GmbH. Projektbegleitend werden bewusstseinsbildenden Maßnahmen gesetzt um Waldbesitzer und die breite Öffentlichkeit zu informieren. Oft sind Gärten und Parks Ausgangspunkt der Verbreitung invasiver Pflanzen.

Kontakt: Dr. Klaus Michalek, Geschäftsführung Naturschutzbund Burgenland, Joseph-Haydn-Gasse 11, 7000 Eisenstadt, Tel.: 0664-8453047, Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , www.naturschutzbund-burgenland.at